Eckdaten zum Urlaub

Urlaub im arbeitsrechtlichen Sinn ist die dem Arbeitnehmer zum Zweck der Erholung gewährte Befreiung von der Arbeitspflicht unter Fortzahlung der Arbeitsvergütung. Die grundsätzlichen Regelungen finden sich üblicherweise im Arbeitsvertrag, ggf. in Verbindung mit den geltenden tariflichen Reglungen. Folgende Grundsätze sind gesetzlich festgelegt:

·         Jeder Arbeitnehmer hat einen Anspruch auf Urlaub.

·         Eine Einschränkung gilt Im Rahmen des Wiedereingliederungsversuchs (bEM): hier hat der arbeitsunfähige Arbeitnehmer keinen Anspruch auf Urlaubsgewährung.

·         Erfolgt ein Arbeitsplatzwechsel im Laufe des Urlaubsjahres, hat der Arbeitnehmer insoweit keinen Urlaubsanspruch, als ihm vom früheren Arbeitgeber bereits Urlaub gewährt worden ist (§ 6 Abs. 1 BUrlG).

·         Die Gewährung von Urlaub im Vorgriff auf das folgende Urlaubsjahr ist unzulässig.

·         Während des Urlaubs darf der Arbeitnehmer keine andere, widersprechende Erwerbstätigkeit ausüben (§ 8 BUrlG). Ausnahmen gelten gegebenenfalls z.B. bei Tätigkeiten zu karitativen Zwecken. Der Sinn des Urlaubs – Erholung – muss gewahrt bleiben.

·         Der Anspruch auf den vollen Jahresurlaub wird erstmals erworben, wenn das Arbeitsverhältnis sechs Monate bestanden hat (Wartezeit).

 

Bei Einzelfragen empfehlen wir: Lassen Sie sich beraten, beispielsweise von einem Fachanwalt für Arbeitsrecht!